Über das Hummel-Paradoxon:

 

Die Herkunft des Spruches stammt vermutlich aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts aus studentischen Kreisen der Potsdamer Hochschule für Aeronautik, die darin das eben Gelernte humoristisch auf die Hummel anwendeten.  Darauf kursierte der Ausspruch im nahen Berlin und hat sich bis heute gehalten. Damals kannte die Luftfahrt (zu der Zeit sprach man noch von Aeronautik), nur Flugobjekte wie Segelflieger und Propellerflieger (von Ballonen und Zeppelinen abgesehen).

 

 

Wichtig ist uns, weil manche einen wissenschaftlichen Ernst hineinlegen: der Spruch war nie wissenschaftlich gemeint, sondern als ein Witz.

Auch unserer Gemeinschaft ist bekannt, dass die Hummel nicht wie ein Segelflieger fliegt. Vielmehr kann die Hummel mit einer besonderen Flügelbewegung sich selbst Auftrieb generieren (womit sie übrigens keineswegs das einzige Insekt ist). Es gibt sogar inzwischen von Menschen gebaute Flugobjekte wie z.B. Hubschrauber oder Drohnen etc., die das noch viel effizienter tun können.

 

 

Dass der Spruch in den 90er Jahren wissenschaftlich widerlegt worden ist, zeugt eigentlich von Humor- und Niveaulosigkeit. Es wäre genauso, als würde jemand wissenschaftlich beweisen wollen, dass es den „Mann auf dem Mond“, von dem lange vor der bemannten Raumfahrt erzählt wurde, gar nicht gegeben haben kann.

 

 

Wir haben damals, als wir den Namen wählten, uns für den Namen „Hummel“ und den dazugehörigen Spruch entschieden, weil wir nach einem Symbol suchten. Und das Symbol steht dafür, dass wir uns von unserer inneren Stimme leiten lassen wollen und nicht Urteile, Kriterien und Gesetze Dritter darüber stellen, ob wir das dürfen oder nicht. Und an dem Beispiel der aeronautischen Gesetze kann man ja sehen, wie lückenhaft, beschränkt und zeitlich abhängig diese oftmals sind. Nicht anders ist es nicht selten mit künstlerischen Urteilen, wie es die Kunstgeschichte zahlreich beweist.